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Roger Waters' Höhepunkt - Genie oder Wahnsinn?

 

Pink Floyd (1979):
David Gilmour - Gesang und Gitarre
Roger Waters - Gesang und Bass
Richard Wright - Keyboards
Nick Mason - Schlagzeug

Nach den Erfolgen des Rekordalbums "The Dark Side Of The Moon" und der melancholischen Hommage an Syd Barrett mit "Wish You Were Here" veröffentlichten Pink Floyd im November 1979 ihr letztes gemeinsames Werk. Es sollte später zum erfolgreichsten Doppelalbum aller Zeiten werden. Die Singleauskopplung "Another Brick In The Wall" stürmte an die Spitze der Charts. Pink Floyds einziger #1 Hit hat allerdings wenig mit dem Gesamtwerk zu tun, da er nur für einen kleinen Teil der komplexen Thematik steht.

Songwriter Waters schreibt in "The Wall" über das Leben eines jungen, erwartungsvollen Musikers - Rogers Leben? Eindrucksvoll schildert er die Einflüsse der Umwelt und der Gesellschaft auf einen jungen Menschen - Pink Floyd. Geprägt von Krieg und Konsum errichtet Pink eine Mauer um sich herum. Als Schutz? Als Hilferuf? Mit seinen Problemen auf sich allein gestellt, entwickelt Pink einen Hass auf die Menschen - auf Menschen, die anders sind. In ihm feiert ein faschistischer Diktator seinen Aufstieg. Die Geschichte gipfelt im Wahn vor einem inneren Richter. Im Zeugenstand vertreten seine Mutter, sein Lehrer und seine verprügelte Exfrau ihre Meinungen. Ein fieser Richter muss entscheiden ob Pink eine zweite Chance bekommt oder sterben muss.

Pink Floyd tourten von 1980-1981 weltweit mit "The Wall". Gespielt wurde aber nur in New York, Los Angeles, London und Dortmund. Der Grund: Sie wurden begleitet von einer gigantischen Liveshow. Im Mittelpunkt der Show steht eine riesige weiße Mauer, die im 2. Akt eine vollständige Trennung von Band und Publikum beinhaltet. Den Höhepunkt bildet eine faschistische Massenhysterie zu "Run Like Hell", wo der Zuschauer auf eine harte Probe gestellt wird.

Das Ende einer Ära
1982 wurde "The Wall" außerdem verfilmt. In der Hauptrolle Bob Geldorf als Pink Floyd. Richard Wright hatte inzwischen allerdings die Band verlassen. Er konnte mit Waters - der zu dieser Zeit die Zügel allein in der Hand hielt - nicht länger zusammen arbeiten. Kurz nach der Veröffentlichung der "The Wall"-Fortsetzung, dem Album "The Final Cut", verlies Roger Waters ebenfalls die Band und erklärte diese einseitig für aufgelöst. 1990 inszenierte er mit vielen Gästen "The Wall" auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Trotz des kommerziellen Erfolgs ist dieses Event in Berlin bei den Kritikern umstritten. Zum 30-jährigen Jubiläum seines Meisterwerks tourte er von 2010 - 2013 mit "seiner" Geschichte um die Welt. Insgesamt über 4 Millionen Zuschauer kamen zu den 216 "The Wall" Konzerten auf der ganzen Welt.

“The Wall" ist und bleibt ein zeitloses Event rund um ein verrücktes Leben in unserer kapitalistischen Gesellschaft.

Fotostrecke
THE WALL live
2013-2014

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THE WALL live
2015

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THE WALL live
2016